Rollfeld von Amelie Von Oppen
Amelie Von Oppen

Rollfeld

2008 / 2008
Limited Edition, Auflage: 100, Signiert
25 x 100
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Rahmen

Kaschierung auf Alu Dibond, Stärke 3 mm matt, Rahmenlos, (4x), 25 x 100 cm(Außenmaß)

Auf Premium Papier, ohne Kaschierung oder Rahmen, wird gerollt versendet

€ 799,00
inkl. MwSt. zzgl. € 19 Versand | Werknummer: AVO06
Hintergrundinformationen zu Amelie Von Oppen
Einführung
Die Architektin Amelie von Oppen (*1977) setzt mit ihrer Kamera typische Straßensituationen in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung. Die äußerst grafische und linienbetonte Darstellung von Menschen im urbanen Stadtbild zeigt das Alltägliche in einer kontrastreichen Inszenierung.

Die Serie „Partitur" ist im Frühjahr 2008 an der Berliner Liebknechtbrücke entstanden. Die Menschen bewegen sich auf der Treppe gleichsam wie Noten auf einer Partitur - ihre Körper setzen sich kontrastreich von den hellen Stufen ab. Amelie von Oppen spielt in dieser Komposition aber nicht nur mit Hell- Dunkel-Effekten, sie thematisiert auch die Gegensätzlichkeit zwischen horizontalen Elementen, die den Bildern optischen Halt geben, und vertikalen Elementen, die die Dynamik erzeugen. Die acht Fotografien, die jeweils die Größe einer aufgeschlagenen Partitur haben, lassen sich in beliebiger Weise kombinieren, so dass sich verschiedene Arrangements ergeben.

Im August 2008 setzt sie ihre konzeptionelle Arbeit mit der Serie „Donauwellen I-IV" fort. Von dem geometrischen Grundmuster des Straßenpflasters an der Albertina in Wien heben sich die Menschen deutlich ab. Dennoch verschmilzt der Random Walk der Menschen mit dem wellenartigen Muster auf den Bildern zu einer Einheit. Die neun Fotografien jeder Serie können beliebig gehängt werden, so dass der Betrachter neue Gesamteindrücke selbst entwickeln kann. Ebenso lassen sich die Serien  miteinander kombinieren.

Die Serie „Rollfeld" ist im Sommer 2008 in Berlin entstanden. Es wurden verschiedene Situationen auf Rolltreppen fotografiert und durch Montage in eine eigene Komposition gebracht. Das Zusammenspiel zwischen Menschen und geometrischen Elementen setzt sich auch in dieser Serie fort. Ebenso der Ansatz der vielfachen Kombinierbarkeit der Bilder ist hier vorhanden.


NEUES GEHEN

Immer häufiger ist von Entschleunigung die Rede. Ein Begriff, der gut passt zu den fotografischen Bildserien von Amelie von Oppen. Ihre Bilder sind ästhetisch-physiognomische Studien des menschlichen Gehens im öffentlichen Raum. Die Fotografin gefriert den Gang von Passanten innerhalb eines gewählten Wahrnehmungsausschnittes - meist an einem unscheinbaren urbanen Ort - zu einem sinnlich und formal durchdachten Bildganzen. Erstaunlich, wie viele Formen, Variationen und Gangarten dieses aufmerksame Wahrnehmungsraster hervorzubringen versteht.

So wird in der vierteiligen Serie „Lebenslinien“ ein zugefrorener und verschneiter See zum Sinnbild individueller Lebenswege und Lebenshaltungen. Was der Betrachter sieht, ist eine schneebedeckte Fläche, auf der vereinzelt dunkle Bahnen freigeschaufelt sind. Entlang dieser Linien, die an Lebenslinien einer Hand erinnern, bewegen sich etliche Spaziergänger. Gehen die einen gemütlich miteinander plaudernd dahin, eilen andere gesengten Hauptes davon. Folgen die einen brav dem vorgegebenen Weg, verlassen ihn andere bewusst und suchen sich einen neuen. Jeder Spaziergänger im Bild wird zum Träger einer bedeutungsvollen Bewegungs- und damit zu einer möglichen Lebenshaltung. „Sag mir, wie du gehst, und ich sag dir, wer du bist!“ Doch jeder bleibt auch er selbst: Ein Spaziergänger auf verschneiter Eisfläche, von einem Ende des Bildes unterwegs zum anderen. Woher kommen wir, wohin gehen wir? Je nach Hängung der vier Motive ergeben sich neue Richtungen und Ziele – neue Lebenslinien.

Eine weitere Serie mit dem Titel „Schattenläufer“ besinnt sich auf die Tradition des Schattenrisses. Zugleich erinnern die Bilder an bestimmte, den Schatten thematisierende Fotografien von Umbo und André Kertész. Festgehalten wird nicht der Schattenriss eines Profils, sondern der verzerrte Körperschatten eines Passanten, einschließlich des Passanten selbst, allerdings von der Hüfte an abwärts. Jede Schritthaltung, jeder an den Füßen klebende Schatten auf dem Asphalt erzählt eine andere Geschichte.

Stephan Reisner


Vita
1977geboren in Bad Harzburg, Deutschland
1996-1997Arbeit beim Fotografen Heiner Orth, Hamburg, Deutschland
1998-2004 Studium der Architektur an der TU Berlin, Deutschland, und an der Universität Florenz, Italien (DAAD Stipendiatin); Abschluss: Dipl.-Ing. Architektur
2005-2007Arbeit als freie Fotografin in Düsseldorf, Deutschland
2007Gründung der Produzentengalerie COGNOSCO in Berlin, Deutschland

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