Ihr Werk wurde dem Warenkorb hinzugefügt

New York ist ein magischer Ort – zwischen architektonischen Meisterwerken aus Glas und Stahl verwandeln sich Lebensträume in Wirklichkeit. Blicken Sie durch die Linse unserer Künstler und entdecken Sie vielfältige fotografische Motive! In einzigartigen Kunstwerken dokumentieren Luc Dratwa, Reinhart Wolf und Christophe Jacrot das vertikale Leben in dieser Stadt.

Luc Dratwa


LUMAS Künstler Luc Dratwa zeigt die Weltmetropole in kontrastreichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Der belgische Fotograf richtet seine Kamera aus dem 66. Stock des Rockefeller Centers auf das solitär wirkende Empire State Building aus und fängt auf diese Weise das symbolträchtige und typische New Yorker Gesicht ein. Seine Werke sind so realistisch, als würde man selbst am Fenster stehen und auf die Stadt sehen.

Luc Dratwa


„Eines Tages saß ich vor dem Fenster im 66. Stock des Rockefeller Centers in New York. Ich war tief berührt von der Poesie des Ortes. Ich fühlte mich, als ob ich zwischen Himmel und Erde schwankte, als ob ich woanders wäre und ich fühlte, dass ich diesen außergewöhnlichen Augenblick einfangen musste.“

Luc Dratwa





Reinhart Wolf



Der deutsche Fotograf Reinhart Wolf besuchte New York bereits in den 1970er Jahren und widmete der Stadt eine Serie betörender Farbfotografien. Wolf konzentrierte sich dabei auf die höchsten Gipfel. Seine Werke sind einmalige Zeugnisse einer Liaison aus Licht und Farbe. Pop-Art-Künstler Andy Warhol hat mit ihm über das Projekt gesprochen. Lesen Sie das ganze Interview hier.

Reinhart Wolf


„Die Menschen, die diese Gebäude errichtet haben, hatten alle eines im Sinn: nach den Sternen zu greifen!“

Reinhart Wolf





Christophe Jacrot


Sobald die Straßen von Manhattan mit Schnee bedeckt sind, zückt der französische Fotograf Christophe Jacrot seine Kamera. Seine Werke machen deutlich, wie radikal die Wetterlagen das Leben in der Großstadt verändern können. Menschen wirken in Jacrots stimmungsvollen Momentaufnahmen wie isoliert, herausgerissen aus ihrem Alltagsrhythmus.

Christophe Jacrot


„Ich kann mich einfach nicht langweilen. Sobald sich ein Schneesturm auf New York zubewegt, springe ich ins nächste Flugzeug! Wie faszinierend diese Stadt doch ist, wenn sie für den Winter ein wenig ihrer Macht aufgibt…“

Christophe Jacrot





Weitere Werke zum Thema New York





Andy Warhol interviewt Reinhart Wolf

Andy Warhol interviewt Reinhart Wolf
Reinhart Wolf und Andy Warhol in New York am 30. April 1980

A.W.: Reinhart, warum hast du dir New York vorgenommen - und nicht zum Beispiel Hollywood? Ich mag Hollywood lieber!

R.W.: Das versteh ich, Andy, aber du musst zugeben, Hollywood ist irgendwie flach - und ich liebe Gipfel. Die Spitzen der Wolkenkratzer von New York sind für mich wirklich ein Ausdruck der Kraft und des Geistes Amerikas. New York inspiriert mich, die Wolkenkratzer sind wie phallische Symbole der Fruchtbarkeit, und ich wollte diese Gebäude festhalten, bevor sie verschwunden sind. Überall, wo man hinschaut, wird neu gebaut, und viele der Gebäude, die ich fotografieren wollte, sind bereits abgerissen.

A.W.: So wie du es zeigst, ist es ein anderes New York. Ganz kunterbunt.

R.W.: New York ist kunterbunt! Das Gemisch der Stile ist manchmal verrückt und wild, und genau darin zeigt sich die kreative Potenz dieser Stadt. Und außerdem - etwas ist ganz sicher, glaube ich: Die Menschen, die diese Gebäude errichtet haben, hatten alle eines im Sinn: nach den Sternen zu greifen!

A.W.: Warum hast du diese Fotos gemacht, Reinhart? War es ein Auftrag für eine Zeitschrift?

R.W.: Angefangen hat es tatsächlich mit einem Auftrag. Es war die Idee meines Freundes Thomas Höpker, Redakteur der Zeitschrift GEO, Amerika. Als wir aus dem Fenster seines Büros im 33. Stock auf der Park Avenue über die Stadt schauten, sagte er zu mir: „Reinhard, sieh dir das an! Diese tollen Häuserspitzen! Und sich vorzustellen, dass kaum jemand von ihnen Notiz nimmt! Warum fotografierst du sie nicht für uns?“ Na, und das tat ich dann.

A.W.: Sind diese Fotos nur für Architekten gemacht oder auch für andere?

R.W.: Für alle natürlich! Ich wollte den Leuten die Augen öffnen, ich wollte sie dazu bringen aufzuschauen. Und ich hoffe, das ist mir gelungen! Jeder, der bisher diese Bilder gesehen hat, geht jetzt durch New York und versucht mehr zu entdecken. Die Menschen beginnen jetzt vielleicht, sich für kleinste Details zu interessieren und ganze Gebäude in neuer, überraschender Weise zu begreifen.

Die Schönheit der Architektur reißt sie mit zu Entdeckungen - wie zu neuen Abenteuern!

A.W.: Es muss doch wahnsinnig schwierig gewesen sein, diese Fotos zu machen. Ich glaube nicht, dass ich das durchgestanden hätte!

R.W.: Natürlich, es war harte Arbeit. Ich benutze eine 18x24-cm-Großbildkamera, um auch das kleinste Detail mit größtmöglicher Schärfe wiederzugeben, und ich benutze ein so langbrennweitiges Objektiv, dass die ganze Kamera über einen Meter lang war und mit zwei Stativen gestützt werden musste, manchmal - wenn gerade Wind war - mit steingefüllten Netzen beschwert. Dazu schleppten mein Assistent und ich fünf weitere schwere Koffer mit all der nötigen Ausrüstung.

Das Allerschwierigste aber war, die Menschen dazu zu überreden, uns überhaupt auf ihre Dächer zu lassen - und sei es nur, um nach Motiven Ausschau zu halten. Ich habe Stunden, manchmal Tage damit zugebracht, Türhüter, Hauswarte, Verwalter und Mieter davon zu überzeugen, dass ich nichts Böses im Schilde führte. Und dann der Schock, wenn ich sagte, morgen früh um fünf! Das ist nämlich die Stunde, zu der ich meistens die Kamera aufbaute, um das sanfte, frühe Morgenlicht nicht zu verpassen. Und das endlose Bitten und auch Betteln, damit in den Gebäuden, die ich fotografieren wollte, auch wirklich die Lichter brannten, die ich für mein Bild brauchte.

Und wenn dann der Morgen mit dem richtigen Wetter schließlich gekommen war und mich mein schläfriger Assistent am Tatort abgesetzt hatte, um den Wagen zu parken, mich zurückließ auf gottverlassener Straße mit all den Koffern und Stativen, dann konnte ich nur noch beten, mit heiler Haut davonzukommen! Auch auf unserem schwierigen Weg durch die Drehtüren und in die Fahrstühle wurden wir immer mit finsterstem Misstrauen beobachtet. Die Leute hatten regelrecht Angst, uns am frühen Morgen mit einer Kofferausrüstung zu begegnen, in der gut und gern Bomben und Maschinengewehre Platz gehabt hätten. - Aber wenn einmal diese Hürden alle genommen waren, ich an der richtigen Stelle auf dem richtigen Dach stand und mein Bild endlich vor mir war - in der richtigen Entfernung, im richtigen Winkel, mit dem richtigen Himmel - , dann überkam mich ein solches Gefühl von Erfolg und Erfüllung, das manchmal an Glück grenzte! Es war wie die Eroberung des Mount Everest!

A.W.: Reinhart, sehe ich diese Gebäude, denke ich an Geld.

R.W.: Da hast du recht, Andy. Sie sind die gute Seite des Kapitalismus.

Es brauchte Zeit und Geld, sie zu errichten. Die Männer, die Mannhattan erbaut haben, sind die Medicis von Amerika. Sie haben die besten Künstler und Handwerker ihrer Zeit gefördert und die Kraft dieser Talente eingesetzt. Ich kann mir keine bessere Art vorstellen, ein Vermögen auszugeben!

A.W.: Machst du nur Fotos von Architektur, Reinhart?

R.W.: Nein, ich begann in Paris mit Porträts von Malern und Bildhauern. Dann ging ich in die Werbung, für die ich alles fotografiert habe - von Kaffeebohnen bis zu Flugzeugen. Aber Architektur hat mich immer interessiert, in meiner Familie sind viele Architekten. Und dann vor zehn Jahren begann ich, Gebäude zu fotografieren, die schließlich wie menschliche Gesichter für mich wurden.

A.W.: Ich glaube, Architektur und Fotografie sind die beiden künstlerischen Ausdrucksformen heute. Alle jungen Leute, die wir kennen, wollen Architekten oder Fotografen werden - oder Modelle. Warum bist du nicht Architekt geworden, Reinhart? Oder Modell?

R.W.: Ich bin gerne hinter der Kamera, Andy, es gibt mir einfach mehr Kontrolle über alles. Und was die Architektur betrifft: Ich mag die Idee nicht, die eigenen Fehler lebenslänglich vor sich zu haben. Wenn mir ein Foto misslingt, dann zerrreiße ich es einfach.

A.W.: Wie hast du die Gebäude ausgesucht?

R.W.: Mit dem Fernglas! Ich habe gesucht nach Kraft, Originalität und - wenn man so will - etwas Verrücktheit!

A.W.: Hast du Tag und Nacht fotografiert?

R.W.: Nein, aber es hat mich sicher Tag und Nacht beschäftigt. Fotografieren tue ich meistens nur morgens oder abends, denn ich liebe die Stimmung des Lichts dieser Ausgenblicke.

A.W.: Ich finde, du bist ein Künstler, Reinhart, wie siehst du das?

R.W.: Lass mich das so ausdrücken: Ich habe diese Fotos - im wahrsten Sinne des Wortes - als „Amateur“ gemacht, vom lateinischen „amare“ abgeleitet, das heißt: lieben; ich liebte, was ich tat. Natürlich haben mir die vielen Jahre als professioneller Fotograf all das an Erfahrung, Geduld und Disziplin gegeben, was man braucht, um solche Fotos zustande zu bringen, aber um deine Frage zu beantworten: Ich glaube - vielleicht -, ich bin ein Amateur, verliebt in die Kunst!