Maria Ley im Rokoko von Madame D'ora
Madame D'ora

Maria Ley im Rokoko

1924
Classics
Classics
30 x 16,2
50 x 26,7
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Rahmen

Passepartoutrahmen Hamburg, Profilbreite 20 mm, Kanadischer Ahorn braun, 54 x 40,2 cm(Außenmaß)

Auf Premium Papier, ohne Kaschierung oder Rahmen, wird gerollt versendet

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Passepartoutrahmen Hamburg, Profilbreite 20 mm, Kanadischer Ahorn braun, 74 x 50,7 cm(Außenmaß)

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€ 149,00
inkl. MwSt. zzgl. € 12 Versand | Werknummer: ULS03
Hintergrundinformationen zu Madame D'ora
Einführung
Die Fotografin der Wiener Gesellschaft und Tochter ein Hofgerichtsadvokaten Dora Philippine Kallmus, die sich ein wenig exaltiert und mit dem Hauch französischer Eleganz Madame d’Ora nannte, eröffnete 1907 zusammen mit einem Kollegen ihr erstes Atelier, das schnell zum Anlaufpunkt der internationalen Society und der ansässigen Künstler und Schriftsteller (Gustav Klimt, Karl Kraus, Arthur Schnitzler) wurde. Die zielstrebige Fotografin war in ihrem Element und ging zugleich mit der Zeit. Als der Piktorialismus, jene post-impressionistische, malerische Art der Bildbehandlung, aus der Mode kam, öffnete sie sich behutsam dem neuen, sachlicheren Stil. Auf Dauer war Madame d’Ora Wien allerdings nicht mehr genug, zumal die Stadt ein wenig ins politische und damit gesellschaftliche Abseits geriet. Ihre nächsten Schritte führten sie daher nach Berlin und Karlsbad, wo sie 1921-26 ein Sommeratelier betrieb. Dann zog sie Mitte der 20er Jahre nach Paris. Neben ihrer Arbeit als Porträtistin – Berühmtheiten wie Josephine Baker, Coco Chanel und Maurice Chevalier standen ihr Modell – wandte sie sich dort auch der Kunst- und Modefotografie zu. Dann war es erneut die Politik, die ihrem Leben eine Veränderung aufzwang. Mit der deutschen Besetzung der französischen Hauptstadt 1940 war sie als Jüdin unmittelbarer Gefahr ausgesetzt und floh in den Süden Frankreichs, in die Ardèche, um sich nach 1945 kurzzeitig nach Österreich zurückzuziehen. Als habe ihr der Krieg und die Vertreibung die Augen auch für eine andere Seite des Lebens geöffnet, entstanden nun Fotografien von Flüchtlingslagern, die nicht zuletzt ihr eigenes Schicksal reflektieren. Die Rolle der Gesellschaftsfotografin reichte ihr schon lange nicht mehr: So begann sie, nach Paris zurückgekehrt, Mitte der 50er Jahre eine spektakuläre Dokumentation über die Schlachthöfe der Stadt. Ihre Arbeit fand ein abruptes Ende, als sie 1959 in Paris bei einem Unfall schwer verletzt wurde. Fortan war sie auf Pflege angewiesen und kehrte noch einmal in ihre Heimat zurück, wo sie 1963 im Alter von 82 Jahren starb.
 

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