Los Angeles in January, 2:01pm von Ralph Hasenohr
Limited Edition, Auflage: 150, Signiert
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2018 / 2021 BLB110
Ralph Hasenohr
Werkinfo

Los Angeles in January, 2:01pm

40 x 54
70 x 94
100 x 134
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Rahmen

Kaschierung unter Acrylglas, Stärke 2 mm glänzend, rahmenlos, 40 x 54 cm (Außenmaß)

ArtBox Aluminium, 25mm Tiefe, mit Acrylglas glänzend, Silber, 41,2 x 55,2 cm (Außenmaß)

Auf Premium Papier, ohne Kaschierung oder Rahmen, wird gerollt versendet

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Kaschierung unter Acrylglas, Stärke 2 mm glänzend, rahmenlos, 70 x 94 cm (Außenmaß)

ArtBox Aluminium, 25mm Tiefe, mit Acrylglas glänzend, Silber, 71,2 x 95,2 cm (Außenmaß)

Auf Premium Papier, ohne Kaschierung oder Rahmen, wird gerollt versendet

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Kaschierung unter Acrylglas, Stärke 2 mm glänzend, rahmenlos, 100 x 134 cm (Außenmaß)

ArtBox Aluminium, 25mm Tiefe, mit Acrylglas glänzend, Silber, 101,2 x 135,2 cm (Außenmaß)

Auf Premium Papier, ohne Kaschierung oder Rahmen, wird gerollt versendet

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Einzigartige Museumsqualität
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30 Tage Rückgaberecht
Hintergrundinformationen zu Ralph Hasenohr
Einführung
Bevor der Künstler Ralph Hasenohr auf Reisen geht, entscheidet er sich für einen Filter. Er legt fest, in welcher Tonalität seine Fotografien entstehen werden, und definiert somit die Stimmung, die zwischen ihm und seinem Reiseziel entstehen wird. Seine Aufnahmen erhalten dadurch einen konzeptuellen Rahmen – im Falle von Los Angeles erzeugt der Vintage Look eine faszinierende Spannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Denn das Motiv seiner Werkreihe ist das berühmte Stahl House, das 1960 auf den Hollywood Hills erbaut wurde und bis zur heutigen Zeit zu den Ikonen der modernen Architektur zählt. In Hasenohr Arbeiten sind die beiden Zeitebenen aber nicht getrennt, sondern verschmelzen vielmehr zu einem besonderen visuellen Erlebnis voller kalifornischem Lebensgefühl.

1959 beauftragte der Sportler C. H. “Buck” Stahl den jungen, aufstrebenden Architekten Pierre Koenig damit, sein Grundstück in den Hollywood Hills zu bebauen. Aufgrund seiner Lage am Berghang galt das Grundstück bis dahin als unbebaubar. Dank der innovativen Bauweise von Koenig wurde das Haus aber nicht nur den Anforderungen der Umgebung gerecht, sondern wurde schnell zum Wahrzeichen einer Architektur-Bewegung, die in Kalifornien und weit darüber hinaus für Aufsehen sorgte. Heute ist das Stahl House eine wahre Berühmtheit. Julius Shulman fotografierte es in den 60er Jahren und machte es zu einem Ort, der repräsentativ für das moderne Los Angeles steht. Später bedienten sich zahlreiche Filmproduzenten des Ortes, um Szenen vor eindrucksvoller Kulisse zu drehen. Das Stahl House ist somit Teil der Architektur-, der Fotografie- und Filmgeschichte; und sein Erbauer Pierre Koenig wurde zum Vater der kalifornischen Moderne erklärt.

Ralph Hasenohr ist ein besonders vielfältiger Künstler, dessen Kreativität sich nicht auf eine Kunstform festlegen lässt. Er arbeitet als Fotokünstler und dreht Kurzfilme, ist zudem als Designer, Maler und Schriftsteller tätig. Viele Jahre verbrachte er als Kreativer in internationalen Werbeagenturen und sammelte unschätzbare Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Medien.

Interview
Wie kamst Du zur Kunst: Wie hat alles begonnen?
Wenn man in einem ganz normalen Elternhaus in einem kleinen Dorf im Schwarzwald aufwächst, ist Kunst in einem völlig anderen Universum zuhause, es gab mit ihr keinerlei Berührungspunkte. Ich erinnere mich nur, daß ich als Kind den ganzen Tag lang gemalt habe, und später als Jugendlicher auf die Werke von Salvador Dalí gestoßen bin. Fasziniert von seiner Arbeit habe ich alle Bücher über ihn verschlungen und bin zu jeder erreichbaren Ausstellung seiner Werke gefahren - bis zu seinem Museum in Figueres. Noch mehr als seine Malerei hat mich sein Wahnsinn fasziniert. Was mich in dieser Zeit auch bewegt hat, war kreative Werbung. Mit 14 war mir klar, daß ich das machen will.
Kunst war damals keine Option. Ich habe zuerst eine Lehre als Offsetdrucker gemacht und später eine Filmschule in der Schweiz besucht. Statt eines Grafik-Design Studiums begann ich direkt in einer Werbeagentur zu arbeiten. Parallel dazu hatte ich meine erste Kunst-Ausstellung mit Gemälden zusammen mit einem Freund, der Skulpturen machte. Der Job in der Werbung hat mich dann nach Frankfurt gebracht, in große internationale Agenturen. Parallel zu meinem für Werber in den 90ern typischen 12 Stunden-Job habe ich weitere Ausstellungen gemacht. Nach zwei Jahren in Rom, in denen ich anfing als Freelancer für Agenturen zu arbeiten und schreiben und filmen, kam ich Anfang 2000 zurück nach Frankfurt. Das Leben als Freelancer hatte mir ermöglicht, in den Wintermonaten an Orte wie Melbourne, Sydney, Palm Springs oder Los Angeles zu entfliehen, wo ich jeweils mehrere Wochen verbracht habe. Neben Schreiben und Radfahren habe ich zu der Zeit das Fotografieren entdeckt. Sozusagen als komplett entgegengesetzte Kunstform. Meine Texte beschreiben Bilder, Stimmungen und meine Fotos schreiben Geschichten.

Kannst du uns Deinen Arbeitsprozess beschreiben?
Die ursprünglichen Dinge, die ich gemacht habe, waren Malerei und später, für eine Ausstellung mit dem Namen CUTS, habe ich Folien verwendet, aus denen mit Hilfe eines Plotters eingescannte Zeichnungen geschnitten und dann auf Metalflächen aufgezogen wurden. CUTS bekam ein extrem positives Feedback, doch zeitgleich arbeitete ich an einem sehr interessanten Filmprojekt in einer Agentur. Nach der Ausstellung wurden alle Werke in einen Container verpackt. Dieses Jahr, exakt 25 Jahre später, überlege ich, sie wieder auszustellen - komplett gold lackiert. Und zuvor abgefilmt. Der Name der Ausstellung wäre dann wohl: GONE, BUT GOLD. Mal sehen... Der Arbeitsprozess für meine Fotografien, so wie sie bei LUMAS zu sehen sind, ist für mich gar kein "Arbeitsprozess". Ich gehe durch für mich neue Orte und fotografiere, was mir ins Auge fällt - nie konstruiert, sondern immer ein Ausschnitt der Realität. Auf vier Dinge kommt es mir dabei an: 1. Das Motiv - was bei Gebäuden auch bedeuten kann, daß ich so lange warte, bis alle Menschen aus dem Bild sind. 2. Der Bildausschnitt. 3. Der Filter, den ich schon vor der Reise festlege. Dieser ist mitbestimmend, wie ich die jeweilige Reise erlebe. Jede Reise trägt eine ganz bestimmte Stimmung in sich. Den Grund, warum man aufgebrochen ist, die Erwartungen an einen Ort, das Tempo einer Stadt, die Beziehung, die man zu einem Ort aufbaut, Geschichten, die dort passieren. Die Fotos versammeln in sich einen Moment, der weit über das Bildmotiv hinausgeht. Zeit ist ein ganz entscheidender Faktor auf meinen Reisen.
Ein eigenes Tempo entwickeln, den eigenen Pulsschlag mit dem des Ortes synchronisieren. 4. Technik
darf nie zwischen mir und dem Motiv stehen. Deswegen nutze ich das immer gerade aktuelle iPhone. Sich mit Blenden und Brennweiten zu beschäftigen, würde den Moment zerstören.
 
Welche Menschen inspirieren Dich?
Alle, die unbeirrbar und unkorrumpierbar ihren Weg gehen. Sei es in der Kunst, sei es im Sport, sei es in einem ganz normalen Beruf, im Leben.

Welche Künstler/Kunstwerke beeindrucken Dich im Moment besonders?

Besonders? Ich überlege nun seit fünf Minuten und ohne irgendwo in Archiven zu blättern, fällt mir niemand ein. Vielleicht, weil es sehr viele gute Künstler gibt. Mein Macbook ist voller Screenshots von Dingen, die ich in letzter Zeit gut fand. Aber beeindruckend oder explizit herausragend aus der Menge, fällt mir niemand ein. Ich sehe keinen genialen Verrückten wie Dalí. Beeindruckend in dem Sinne, daß es mich gerade sehr umtreibt, ist der momentane Hype von NFTs in der Kunstwelt. Eine aktuell völlig unkontrollierte Mischung aus WildWest und Zukunft- und Unsinn.

Was macht ein gutes Kunstwerk aus?
Wenn es konzeptionell oder handwerklich außergewöhnlich ist - oder gar beides.

An welchem Projekt arbeitest Du zurzeit?
An einem Thema, das sich TWINS nennt. Es stellt - und beantwortet zum Teil - die Frage, ob Symmetrie die Gerechtigkeit der Dinge ist. Es gab dazu schon eine erste Ausstellung und die ersten NFTs. Und an der nächsten Reise, wann immer Corona es zulässt, mit neuen Fotos.

Was soll Kunst bewirken?
Sie soll gar nichts. Sie kann. Und das kann alles sein. Sie kann auf ein gesellschaftliches Problem aufmerksam machen und sie kann einfach nur schön sein. Ernst, traurig, bedrückend, aber auch wunderschön, leicht.

Macht Kunst glücklich?
Kunst zu machen auf jeden Fall.


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