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Über Candida HöferCandida Höfer verwandelt Räume in Bildräume. Mit dokumentarischer Strenge und konzeptueller Klarheit eröffnen ihre Fotografien einen Blick auf Architektur, der ebenso nüchtern wie eindringlich ist. Seit den 1980er Jahren hat sie ein…Werkinfo
Candida Höfer ist eine international renommierte Vertreterin der Düsseldorfer Kunstakademie. Berühmt wurde sie durch großformatige, menschenleere Innenaufnahmen von Bibliotheken, Museen und Opernhäusern, in denen architektonische Details mit formaler Strenge und Symmetrie inszeniert werden. Ihre Fotografien erforschen, wie Architektur Menschen lenkt, leitet oder zurückhält, und schaffen eine ruhige, kontemplative Atmosphäre, die die kulturelle Identität der Räume betont.HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Candida Höfer verwandelt Räume in Bildräume. Mit dokumentarischer Strenge und konzeptueller Klarheit eröffnen ihre Fotografien einen Blick auf Architektur, der ebenso nüchtern wie eindringlich ist. Seit den 1980er Jahren hat sie ein Werk geschaffen, das heute zu den maßgeblichen Positionen zeitgenössischer Fotografie zählt. Als Schülerin von Bernd und Hilla Becher gehört sie zur legendären „Becher-Klasse“ der Düsseldorfer Kunstakademie, aus der eine ganze Generation von Künstler:innen hervorging, die das Verständnis von Fotografie als Kunst revolutionierten.
Bekannt wurde Höfer durch großformatige Aufnahmen öffentlicher und halböffentlicher Räume – Bibliotheken, Museen, Opernhäuser –, menschenleer und doch voller Präsenz. In dieser Abwesenheit liegt eine paradoxe Intensität: Räume werden zur Bühne ihrer Bedeutung, Architektur zur Erzählung. Ihre kontrollierte Komposition, der präzise Blick für Symmetrie und Licht verleihen den Bildern eine Würde, die sie über bloße Dokumentation hinaushebt.
Wo die Bechers industrielle Strukturen in neutralem Hintergrund isolierten, lenkt Höfer den Blick auf architektonische Interieurs. Anders als ihre Lehrer setzt sie dabei gezielt Farbe ein – eine Entscheidung, die die visuelle Präsenz ihrer Motive zusätzlich verstärkt. Sie nutzt die Großbildkamera, die eine Fülle an Details sichtbar macht und Werke ermöglicht, deren monumentale Formate früher nur der Malerei vorbehalten waren. In diesen Dimensionen entfalten ihre Arbeiten eine nahezu überwältigende Wucht, in der Stille und Erhabenheit verschmelzen.
So ist auch der Innenraum der Hamburger Elbphilharmonie zu sehen – im Zentrum: die mit 82 Metern längste Rolltreppe Europas, einem architektonischen Höhepunkt von Herzog & de Meuron. Die sanft geschwungene Passage, von Höfer in makelloser Symmetrie aufgenommen, wird zum Resonanzraum der Erwartung. Ebenso zeigt ihre Aufnahme des Kunsthistorischen Instituts in Bonn eine Vitrine, die Gefäße der weltberühmten Keramikerin Young-Jae Lee ausstellt. Die Strenge der architektonischen Linien trifft auf die organische Formensprache der Vasen – eine subtile Choreografie aus Geradlinigkeit und Bruch.
Höfers Werk folgt konsequent einem dokumentarisch-sachlichen Stil: Sie stellt nichts aus, sie inszeniert nicht, sie lässt Räume für sich sprechen. Gerade darin liegt ihre künstlerische Signatur: Sie geht dem Charakter des vermeintlich Funktionalen auf den Grund und öffnet es für Bedeutung und Interpretation. Ihre Fotografien sind Porträts von Räumen, die mehr als nur Architektur zeigen – sie spiegeln kulturelle Identität, Geschichte und Haltung.
International ausgestellt – etwa auf der Documenta 11 oder der Biennale in Venedig – wurde sie 2024 mit dem Käthe-Kollwitz-Preis geehrt, einer der bedeutendsten deutschen Auszeichnungen der Gegenwartskunst. Candida Höfers Aufnahmen lassen nicht nur die Bedeutung eines Raumes hervortreten, sondern auch die der Fotografie selbst – und haben ihr so einen neuen Rang in der Kunstwelt verschafft.
VITA
Candida Höfer wurde 1944 in Eberswalde geboren und lebt in Köln.
Sie studierte Ende der 70er an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschülerin von Bernd und Hilla Becher.
2002 nahm Höfer an der documenta11 in Kassel teil, 2003 vertrat sie Deutschland auf der 50. Biennale di Venezia neben Martin Kippenberger (posthum). Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2024 den Käthe-Kollwitz-Preis.
Höfers Arbeiten werden weltweit ausgestellt und befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland.Ausstellungen
2022 – Bild und Raum, Museum für Fotografie, Berlin2014-15 – Serie „Memory“ / Russland-Arbeiten, State Hermitage Museum, St. Petersburg2006-07 – Candida Höfer, Le Louvre, Musée du Louvre, Paris2003 – Deutscher Pavillon 50, Venedig Biennale, Venedig2002 – Zwölf – Twelve, Documenta 11, Kassel1999 – Kunsthalle Basel, Basel1993 – Photographie in der deutschen Gegenwartskunst, Museum Ludwig, Köln1993 – Photographie II - Zoologische Gärten, Hamburger Kunsthalle, Hamburg; Kunsthalle Bern
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