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Heidi und Hans-Jürgen Koch nähern sich ihren Geschöpfen respektvoll an und porträtieren sie in einem soziologischen oder gar dokumentarischen Kontext.
Die beiden Fotografen geben sich nicht mit vordergründiger Ästhetik zufrieden – sie bezeichnen sich nicht als Tierfotografen, sondern als „Darsteller von Lebensformen“. Ob sie mongolische Nomaden auf ihren Kamelen begleiten oder sich im ewigen Eis bewegen, die Kochs klammern den Menschen bei ihren Inszenierungen nie gänzlich aus. Vielmehr legen sie seinen Einfluss wie eine unsichtbare Ebene unter die Fotografie.
Die Serie The White Bear zeigt Eisbären, die sich als Räuber in ihrem natürlichen Territorium zu bewegen scheinen. Die grafischen Schwarz-Weiß-Fotografien erzählen Geschichten von der Symbiose des Tieres mit seiner Umwelt, von seiner indirekten Interaktion mit dem Menschen und seinen Handlungen.
Ihre kunstvollen Werke sind unverfälscht und adäquat, sie zeigen den natürlichen Rhythmus der Lebewesen und lassen ganz tief in ihre Seele blicken.
Mit ihrer neuesten Serie widmen sich Heidi und Hans-Jürgen Koch einem Motiv, das gleichermaßen zart wie symbolträchtig ist: der Feder. In sorgfältig arrangierten Tableaus zeigen sie eine erstaunliche Vielfalt – von der monumentalen Schwinge des Straußes bis zum schimmernden Rad des Pfaus, von der leuchtenden Eleganz des Flamingos bis zur fast unsichtbaren Leichtigkeit der Schneeeule, der klaren Kontur der Gans zur ikonischen Silhouette des Kronenkranichs. Obwohl die Federn in einem klaren Raster präsentiert werden, offenbart sich in ihrer Individualität ein faszinierendes Spektrum – das sich nicht nur in Form und Farbe, sondern auch in der Größe zeigt, die zwischen filigranen 4 und imposanten 71 Zentimetern variiert. Jede Feder trägt die Spur eines Lebewesens, jede ist zugleich Ornament und Zeichen – Sinnbild für Schutz und Leichtigkeit, für Flugkraft und Verletzlichkeit.
Zugleich spiegeln die Federn das komplexe Verhältnis von Natur und Kultur: Sie sind Trophäe und Schmuck, religiöses Symbol und modisches Accessoire. In ihrer Ambivalenz verweisen sie auf den Einfluss des Menschen, der auch dort sichtbar bleibt, wo er nicht im Bild erscheint. So entstehen Kompositionen, die zwischen Dokumentation und Metapher oszillieren: wissenschaftlich präzise und zugleich poetisch aufgeladen.
„Federn“ führt die künstlerische Haltung des Duos konsequent fort – den Blick zu schärfen für Lebensformen und ihre verborgenen Geschichten. In fein abgestuften C-Prints, die jede Struktur detailreich erfahrbar machen, verbinden die Kochs fotografische Klarheit mit kontemplativer Tiefe. Aus dem scheinbar leichten Motiv entsteht so eine zeitlose Reflexion über Zerbrechlichkeit und Kraft.
https://www.youtube.com/watch?v=FUB9jO2Hebs
VITA
Heidi und Hans-Jürgen Koch arbeiten seit über 30 Jahren gemeinsam als Fotograf:innen. Die studierte Sozialarbeiterin und der promovierte Verhaltensforscher begannen ihre Laufbahn mit Magazinreportagen, bevor sie zunehmend freie, vielschichtige Projekte entwickelten, in denen sie künstlerische und dokumentarische Ansätze verbinden. Ihre Arbeiten wurden weltweit veröffentlicht und in renommierten Museen und Galerien gezeigt. Das Paar veröffentlichte mehrere Bücher und realisierte eigene Ausstellungen. Beide sind Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) und wurden vielfach geehrt, unter anderem mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis, einer der renommiertesten und bedeutendsten internationalen Auszeichnungen für Fotografie. Sie leben und arbeiten an der Ostseeküste bei Eckernförde.
Ausstellungen
Einzelausstellungen
2022 – 2025
Fiese Gewächse und solche mit krimineller Vergangenheit, Schloss vor Husum – Husum, Germany; Wilhelm-Fabry-Museum – Hilden, Germany; Haus der Berge – Berchtesgaden, Germany; Kulturhaus Mestlin – Germany; Max Hünten Haus – Zingst, Germany; Museum Eckernförde – Germany
2024 – 2025
Federn – Poetisches Meisterwerk der Evolution, Naturwissenschaftliches Museum – Flensburg, Germany; Postplatz – Zingst, Germany
2020 – 2021
Danke, Maus!, Naturwissenschaftliches Museum – Flensburg, Germany; Wilhelm-Fabry-Museum – Hilden, Germany; Museum im Schloss – Bad Pyrmont, Germany
2009 – 2020
Bienen – Die Bestäuber der Welt, Neanderthal Museum – Mettmann, Germany; Darwineum – Rostock, Germany; Natur-Museum – Luzern, Switzerland; Central Museum – Southend on Sea, England; Apimondia – Kiev, Ukraine; Northampton Museum – Northampton, England; Biosphäre – Potsdam, Germany
2015 – 2018
Das Lebenswerk / See You, Kunsthallenhotel – Zingst, Germany
2015 – 2016
Buffalo Ballad, Nationalpark – Berchtesgaden, Germany; Naturhistorisches Museum – Wien, Austria; Festival Photo – Montier, France; Foodphoto Festival – Vejle, Denmark; GAF Galerie – Hannover, Germany
Der Hahn, die Henne, das Ei, Theater – Itzehoe, Germany; Townhall – Neustadt, Germany
Gruppenausstellungen
2025
Werbebilder – Bilder, die verführen, Kunstraum Gewerbepark Süd – Hilden, Germany
2025
Freelens – Die Gründerinnen*, Freelens Galerie – Hamburg, Germany
2024
10 Jahre GAF – 100 Bilder, GAF Galerie – Hannover, Germany
2023
Faszination Schmetterling, Naturwissenschaftliches Museum – Flensburg, Germany
2020 – 2023
Images from Science, Northern Illinois University – USA; RIT City Art Space – Rochester, USA; Johns Hopkins University – Baltimore, USA; Haus der Wissenschaft – Braunschweig, Germany; SPAS Gallery, Rochester Institute of Technology – USA; über 35 internationale Stationen
2014 – 2020
Weltbilder – Terra Mater, Hangar 7 – Salzburg, Austria; Senckenberg Museum – Frankfurt, Germany
2017 – 2018
Leben 24/7 – 100 Jahre NIKON, NRW Forum – Düsseldorf, Germany; Zürich, Switzerland
2014 – 2018
Grandiose Naturdokumente, Photo Festival Horizonte – Zingst, Germany
2017
Best of Highlights, Photo Festival Horizonte – Zingst, Germany
2016
Wunder der Natur, Gasometer – Oberhausen, Germany
2015 – 2010 – 2007
Wissenschaftsfotografie, Haus der Wissenschaft – Bremen, Germany; weitere Wissenschaftszentren in Deutschland
2013 – 2014
Wild & Precious, Natural History Museum – London, UK; CITES Congress – Bangkok, Thailand
Picasso sagte einmal: „Du machst keine Kunst, du findest sie.“
Wo findest ihr eure Kunst?
Natürlich im eigenen Innersten, irgendwie und irgendwo zwischen Kopf und Bauch. Das ist so wie bei den Quanten. Da kann man auch nicht sagen, wo sie sich genau befinden. Wir pflücken uns die Zutaten zu unserem ureigenen Universum halt so zusammen. Das ergibt ein Konglomerat, das wir meist nicht bewusst wahrnehmen, Gott sei‘s gedankt, denn sonst brauchten wir wahrscheinlich professionelle Hilfe.
Von der Idee bis zur Verwirklichung: Wie geht ihr an eure Arbeiten heran?
Das hängt auch vom Thema ab. Aber eigentlich haben wir unsere Bilder im Kopf und müssen die Motive nur noch einsammeln (siehe das obige Picasso-Zitat). Das ist das bestmögliche Szenario. Wie wir alle wissen, ist die Realität manchmal anderer Meinung. Bei Studioarbeiten wird viel „ausprobiert“. Nennen wir diese Vorgehensweise lieber „das Spiel mit den Möglichkeiten“. Meist geht das nicht leicht von der Hand. Sicherlich ist das, was wir tun, unsere Passion, also Hingabe und Leidenschaft. Passion bedeutet aber auch Leidensweg. Ja, wir sind bei unseren Arbeiten bis zur Verwirklichung wohl leidensfähig.
Euer Lieblingsbuch?
Das eine Buch für die einsame Insel? Da sind wir überfordert. Das wäre den anderen Autoren gegenüber auch nicht gerecht. Aber ein Hinweis: „Ich und die anderen“ von Matt Ruff. Ein wirklich seltsam komischer Roadtrip zweier multipler Persönlichkeiten durch die Landschaften Amerikas und des Gehirns. So was mögen wir. Beide.
Mit welchem Künstler würdest du gerne Kaffee trinken und worüber würdet ihr sprechen?
Da die alle tot sind, haben wir ja freie Auswahl. Peter Beard hätten wir gerne getroffen und darüber gesprochen, wie man das Leben meistert.
Wie kamt ihr zur Kunst?
Unsere Wurzeln liegen in der Magazinfotografie. Im Laufe der Jahre haben wir uns von eindimensionalen Auftragsarbeiten gelöst, hin zu freien, mehrschichtigen Projekten, um das umzusetzen, was uns umtreibt. Wir nennen dieses Konglomerat unserer ureigenen Sichtweise Lebensformfotografie. Da einem Ausdruck stets ein Eindruck vorausgeht, sind unsere Arbeiten auch immer Ausdruck einer Haltung. Wir arbeiten dran. Roger Ballen sagte einmal in einem Interview: „Mit einem Ball jonglieren ist doch langweilig“. Recht hat er.
Welche Menschen in eurer Umgebung beeinflussen euch?
Das liegt auf der Hand. Wir leben und arbeiten zusammen. Das ist schon lange gut gegangen. Inzwischen ticken wir recht gleich. Aber natürlich sind wir zwei Menschen mit unterschiedlichen Charakteren und Vorlieben. Weitergehende Details sind Betriebsgeheimnis. Den permanenten Austausch möchten wir nicht missen, er beschleunigt die Sache allerdings auch nicht.
Stellt euch vor, ihr habt eine Zeitmaschine. Wohin geht die Reise?
Zurück in die Zukunft! Auf der Suche nach den falschen Abbiegungen. Da wir wahrscheinlich dieselben Fehler wieder und wieder machen würden, landen wir in der Gegenwart. Mist!
Eure größte Leidenschaft abseits der Kunst?
Woanders sein - und dann möglichst mit Sonnenbrille frühstücken, um den neuen Tag zu beginnen.
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