Nutze das Außenmaß, um den Platz an deiner Wand auszumessen.
SOLD OUT. Diese Edition war sehr beliebt, daher sind keine Exemplare mehr verfügbar. Erfahre als Erster alle Details über neue Kunstwerke, profitiere vom EARLY ACCESS: registriere dich jetzt und folge dem Künstler.
Gegründet von einem Sammler und einer Kunsthistorikerin schafft LUMAS Räume für Kunst – fördert den Dialog und macht hochwertige limitierte Editionen für mehr Menschen zugänglich.
500+
Künstler
5k+
Editionen
19
Gallerien
350k+
Sammler
FERTIG ZUM AUFHÄNGEN
Alle LUMAS Kunstwerke können nach dem Auspacken ganz einfach aufgehängt werden.
SICHER VERPACKT
Mit versichertem Versand und maßgefertigter Verpackung nach den höchsten Standards garantieren wir, dass dein Kunstwerk unversehrt bei dir ankommt.
UNTERSTÜTZT ARTISTS
Dein Kauf unterstützt das freie und unabhängige Arbeiten des Künstlers.
60 TAGE RÜCKGABERECHT
Weil uns wichtig ist, dass du rundum glücklich mit deinem Kunstwerk bist, kannst du es 60 Tage lang zurücksenden.
Kevin Boyle verändert Landschaft, indem er Orientierung neu schafft.Der kanadische Fotograf, 1973 in Winnipeg geboren, richtet seine Kamera nahezu senkrecht auf die Erde und entzieht dem Vertrauten damit seine gewohnten Koordinaten: Der…
Mit „The Shape of Water“ verschiebt Kevin Boyle den Blick auf Landschaft buchstäblich in eine neue Dimension. Aus der Vogelperspektive fotografiert, verwandelt er die verzweigten Wasserläufe Islands in abstrakte Kompositionen aus Linien, Flächen und Bewegung. Was zunächst wie eine Malerei oder Zeichnung erscheint, offenbart sich erst auf den zweiten Blick als reale Topografie.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Kevin Boyle verändert Landschaft, indem er Orientierung neu schafft.
Der kanadische Fotograf, 1973 in Winnipeg geboren, richtet seine Kamera nahezu senkrecht auf die Erde und entzieht dem Vertrauten damit seine gewohnten Koordinaten: Der Horizont verschwindet, räumliche Tiefe löst sich auf, Flüsse werden zu Linien, Wasser zu Bewegung, Landschaft zu Farbe und Struktur. Was zunächst wie eine abstrakte Komposition erscheint, gibt sich erst auf den zweiten Blick als reale Topografie zu erkennen. Genau in diesem kurzen Moment der Irritation liegt die besondere Kraft seiner Fotografien – dort, wo Sehen in Erkennen und Erkennen wieder in Staunen übergeht.
Boyles Landschaftsfotografie lebt von diesem Wechselspiel. Das Reale bleibt unangetastet und wird dennoch verschoben. Aus extremer Vogelperspektive entstehen Bilder, deren organische Formen ebenso an Malerei oder Zeichnung erinnern können wie an kartografische Systeme. Verzweigte Wasserläufe ziehen sich als grafische Netzwerke durch die Fläche, Farben stoßen aufeinander, Sedimente zeichnen Spuren. Die Landschaft verliert ihre Lesbarkeit als Ort – und gewinnt eine neue als Bild.
Dass Boyle gerade in dieser Offenheit eine besondere Faszination erkennt, reicht bis in seine Kindheit zurück. Beim Tagträumen sah er beim Blick in die Wolken Figuren auftauchen, die der Wind im nächsten Moment wieder auflöste. Nicht die Form gab vor, was zu sehen war, sondern die Vorstellungskraft. Genau diese Freiheit überträgt er auf die Landschaft: Vertrautes tritt hervor, verliert sich wieder – das Reale bleibt, seine Lesart wird offen.
Besonders eindrücklich zeigt sich dieser Ansatz in den 2022 und 2023 entstandenen Arbeiten von der Südküste Islands, südlich von Skaftafell. Aus einer Cessna fotografierte Boyle in etwa 3.000 bis 4.500 Fuß Höhe mit einer stabilisierten 100-Megapixel-Mittelformatkamera. Die technische Präzision dient dabei nicht dem Spektakel der Luftaufnahme, sondern einem präziseren Sehen: Sie ermöglicht ihm, aus großer Distanz feinste Strukturen sichtbar zu halten und die monumentale Landschaft in eine überraschend unmittelbare Fläche zu übersetzen.
Die vier Fotografien führen den Gedanken seiner Serie „Elemental“ weiter. Im Zentrum stehen Islands verzweigte Flussläufe, deren Gletscherwasser sich über die Landschaft verteilt, teilt, wieder zusammenfindet. In „Upstream“ und „Downstream“ werden zwei Ansichten zu visuellen Gegenpolen. Formen scheinen aufeinander zu reagieren, ziehen in entgegengesetzte Richtungen und erzeugen eine Spannung, die fast wie ein Tauziehen über die Bildfläche verläuft. Die Natur erscheint hier nicht als statische Kulisse, sondern als fortwährender Prozess.
In „Rain Dance“ erhält diese Bewegung beinahe körperlichen Charakter. Kurz bevor das Gletscherwasser den Atlantik erreicht, schlängeln sich seine Arme durch die Landschaft. Aus der senkrechten Perspektive erinnern die gewundenen Formen an Tänzer auf einer Fläche – eine Assoziation, die nicht ins Bild hineingetragen werden muss, sondern aus seinen tatsächlichen Strukturen entsteht. Wasser wird Linie, Linie wird Geste. Für einen Augenblick scheint die Landschaft eine andere Sprache zu sprechen.
Boyles Fotografien fordern damit keinen spektakuläreren Blick auf die Welt, sondern einen beweglicheren. Sie zeigen, dass das Staunen oft nur eine Perspektive entfernt ist.
Kevin Boyle verändert nicht die Landschaft, sondern die Bedingungen, unter denen wir sie sehen. Indem er ihr die vertraute Orientierung nimmt, gibt er unserer Wahrnehmung neue Freiheit.
VITA
Kevin Boyle, 1973 in Winnipeg geboren, fand auf ungewöhnlichem Weg zur künstlerischen Fotografie. Den professionellen Umgang mit der Kamera erlernte der Kanadier zunächst während seiner Arbeit in einer polizeilichen Überwachungseinheit. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2011 führte ihn eine Reise zurück in die Weite der kanadischen Prärie – und zugleich zur Fotografie als künstlerischer Ausdrucksform. Aus den unterwegs entstandenen Aufnahmen entwickelte sich seine erste Ausstellung; seither wurde Boyles Werk international gezeigt und vielfach ausgezeichnet. 2015 erhielt seine Serie „DaySleeper“ unter anderem den ersten Preis der International Photography Awards in der Kategorie Night Photography, 2026 wurde Boyle als Hasselblad Master im Bereich Architecture ausgezeichnet.
Ausstellungen
Einzelausstellungen
2025
DaySleeper II, Studio 368, Vancouver
2023
Elemental | The Shape of Water, Christine Klassen Gallery, Calgary
2022
The Virtue of Solitude, Benjamin Lumb Art House, West Vancouver
2021
Perception, Vancouver Art Gallery | Art Rental & Sales, Vancouver
2020
Seattle Deconstructed Art Fair ~ Lithium & the New Energy, Hall Spassov Gallery, Seattle
2020
Light, Shadow & Reflection, Winchester Galleries, Victoria
2019
Barrister’s Lounge, Art Rental & Sales Vancouver Art Gallery, Vancouver
2019
Elements of Nature, Winchester Galleries, Victoria
2019
Elemental | Ice, Kimoto Gallery, Vancouver
2018
Lost Together | Exposure Photography Festival, Christine Klassen Gallery, Calgary
2017
HERD, Gurevich Fine Art, Winnipeg / HERD, Hall Spassov Gallery, Bellevue / HERD, Kimoto Gallery, Vancouver
Grand Opening, Chase Edwards Contemporary, Delray Beach
2019
Art Market San Francisco, Hall Spassov Gallery, San Francisco
2018
Winter Wonderwalls V, Kimoto Gallery Vancouver
2018
Art Walk Salon, Kimoto Gallery, Vancouver
2017
Winter Wonderwalls IV, Kimoto Gallery, Vancouver
2017
TEN, Christine Klassen Gallery, Calgary
2017
Grand Opening, Finch Gallery Workspace, Winnipeg
2017
KG Artists Summer Show, Kimoto Gallery, Vancouver
2017
Canada 150 Group Show, Kimoto Gallery, Vancouver
2017
7 Cameras, Christine Klassen Gallery, Calgary
2016
Put A Bird On It, Christine Klassen Gallery, Calgary
2016
Winter Wonderwalls II, Kimoto Gallery, Vancouver
2016
Ten, Gurevich Fine Art, Winnipeg
2016
CHROMA, Christine Klassen Gallery, Calgary
2016
CHROMA, Christine Klassen Gallery, Calgary
2015
Winter Wonderwalls, Kimoto Gallery, Vancouver
2015
Art Toronto Main Gallery (courtesy of Gurevich Fine Art), Toronto
2015
A Sense of Place, Gurevich Fine Art, Winnipeg
2015
Summer Mix Vol.2, Kimoto Gallery, Vancouver
2015
Range: Selected Works, Rouge Gallery, Saskatoon
2014
Members Exhibition, Turnbull Gallery | Semiahmoo Arts & Recreation Center, Surrey
2014
24×24 Group Exhibition, Kimoto Gallery, Vancouver
2014
Summer Mix Group Show, Kimoto Gallery, Vancouver
2014
Spring Group Show, Kimoto Gallery, Vancouver
2013
A Grand Opening, Kimoto Gallery, Vancouver
2013
The Art of Long Exposure, “Collens Hill Park”, Photohaus Vancouver, Vancouver
INTERVIEW
1. Picasso sagte einst: „Du machst keine Kunst, du findest sie.“ Wo findest du deine Kunst?
Ich war eigentlich schon immer „künstlerisch“, insofern, als ich Skizzen und Zeichnungen vor allem dazu genutzt habe, lustige Karikaturen von meinen Freunden anzufertigen. Ich hatte Freunde, die professionelle Künstler waren, aber in mir gab es nie den Wunsch, selbst Kunst zu machen. Den Umgang mit einer Kamera lernte ich während meiner Arbeit in einer polizeilichen Überwachungseinheit. Ich wurde ziemlich versiert darin, Auftragskiller, Verdächtige bei Einbrüchen, Bankräuber und hochrangige Drogenhändler zu fotografieren.
2011 starb mein Vater, zu dem ich eine sehr enge Beziehung hatte. Ich bekam starkes Heimweh und fuhr zwei Tage lang von der Westküste Kanadas in die zentralen Prärien. Unterwegs fotografierte ich weite Ebenen und verlassene Gebäude. Eine lokale Galerie entdeckte meine Fotografien online und fragte mich, ob ich dort eine Ausstellung machen wolle. Der Tag der Hängung fiel genau auf den ersten Todestag meines Vaters. Ich nahm das als Zeichen, folgte von diesem Moment an stärker meinen künstlerischen Neigungen und begann weiter zu erkunden, was ich mit einer Kamera machen konnte.
2. Von der ersten Idee bis zum fertigen Werk: Wie gehst du an den kreativen Prozess heran?
Ich versuche, Inspiration im Alltag zu finden – sei es in einem Gemälde, das ich gesehen habe, oder in der Art und Weise, wie ein Gebäude aussieht. Bei meinen abstrakten Luftbildarbeiten Elemental und The Shape of Water entstand die Idee aus meiner Kindheit, als ich Wolken beobachtete. Ich lag damals oft im Gras, schaute in den Himmel und stellte mir all die verschiedenen Formen und Tiere vor, die sich dort für kurze Zeit bildeten. Bei meinen Luftbildarbeiten versuche ich, Orte zu finden, an denen ich die Perspektive der Betrachter:innen verändern kann, sodass die Landschaft zwar vertraut wirkt, aber nicht sofort erkennbar ist. So möchte ich ihnen Raum geben, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen.
3. Dein Lieblingsbuch?
The Dark Tower von Stephen King. Es ist ein perfektes Beispiel für den komplexen Kampf zwischen Gut und Böse aus der Perspektive eines unvollkommenen Protagonisten.
4. Mit welchem Künstler würdest du am liebsten einen Kaffee trinken und worüber würdet ihr sprechen?
Wenn du mir diese Frage in einem Monat noch einmal stellen würdest, wäre meine Antwort wahrscheinlich eine andere. Aber im Moment vielleicht Nadav Kander. Ich liebe seine Arbeiten und schätze es sehr, wie unterschiedlich seine Serien sind und dass er sich weigert, auf einen bestimmten Stil festgelegt zu werden. Ich würde einfach gerne mit ihm über das Leben im Allgemeinen sprechen, versuchen zu verstehen, was ihn inspiriert, und gleichzeitig meine eigenen Inspirationen mit ihm teilen.
Dicht dahinter kämen Edward Burtynsky, Gregory Crewdson und Vic Muniz.
5. Wie kamst du ursprünglich zur Kunst?
Meine ersten Berührungspunkte mit Kunst hatte ich als Kind, als ich meine eigenen Comics zeichnete. Mein Bruder und ich erfanden unsere eigenen Superhelden und entwickelten Geschichten und Comics rund um ihre Abenteuer. Wenn ich an mein heutiges Ich denke, erinnere ich mich an einen Besuch bei einem befreundeten Maler. Bei ihm hing ein Gemälde, das einen Mönch zeigte, der aus dem Schatten hervortrat. Dieses Bild blieb mir so sehr im Gedächtnis, dass ich bewusst versuchte, dieses Gefühl mit verlassenen Gebäuden in Kleinstädten nachzuempfinden – mithilfe von Langzeitbelichtungen und handgeführten Taschenlampen. Dieses Gemälde war die Inspiration für die Serien DaySleeper und Movieland. Ich habe das Bild später gekauft, und es hängt noch heute im Eingangsbereich meines Hauses.
6. Welche Menschen in deiner Umgebung haben dich am meisten beeinflusst?
Meine Eltern. Meine Mutter ist mit 81 Jahren noch immer meine größte Unterstützerin, und sie und mein Vater haben mir die Freiheit mitgegeben, meinen Leidenschaften nachzugehen und keine Angst vor dem Scheitern zu haben. Mein Vater verlor im Zweiten Weltkrieg einen Großteil seines Sehvermögens – er war 53 Jahre alt, als ich 1973 geboren wurde –, und trotzdem beklagte er sich nie darüber und ließ sich davon nicht davon abhalten, das zu tun, was er wollte.
Mein größtes Bedauern ist, dass er meine Arbeiten nicht mehr erleben konnte. Als ich später seine Kriegsfotografien durchsah, stellte sich heraus, dass auch er fotografiert hatte: Mit einer alten Rolleiflex fotografierte er während des Krieges seine Freunde.
7. Stell dir vor, du hättest eine Zeitmaschine. Wohin würdest du reisen?
Ins Mesozoikum. Ich möchte Dinosaurier sehen – und versuchen, dabei nicht getötet zu werden.
8. Deine größte Leidenschaft abseits der Kunst?
Golf und Philanthropie.
Golf ist ein bescheuertes Spiel, das von Idioten erfunden wurde, um andere Idioten dazu zu bringen, ihr Elend miteinander zu teilen. Aber ich liebe es.
Ich liebe es, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben – außerhalb meiner Polizeiarbeit – und bin unglaublich stolz darauf, dass durch meine Arbeit in den vergangenen acht Jahren mehr als 200.000 Dollar für kanadische Wohltätigkeitsorganisationen zusammengekommen sind. Das ist tatsächlich die Leistung, auf die ich am stolzesten bin.
9. Woran arbeitest du zurzeit?
Ich arbeite mit Hasselblad daran, meine Movieland-Serie fertigzustellen. Sie wird 2027 vollständig in ihrem Masters Book veröffentlicht und kurz nach der Veröffentlichung auch in meinen Galerien präsentiert.
Meine nächste Serie, an der ich bereits arbeite, beschäftigt sich mit der Vergänglichkeit der Menschheit. Dafür kombiniere ich unberührte Landschaften, die in die Fenster verlassener Gebäude montiert werden. Der Arbeitstitel lautet Everything Is Going To Be Just Fine. Ich hoffe auf eine Veröffentlichung im Jahr 2028.
1. Öffne die Bestätigungs-E-Mail.
2. Klicke auf den Bestätigungslink.
3. Deine Wunschliste wurde erfolgreich registriert!
4. Deine Wunschliste ist jetzt gespeichert!
Wir freuen uns, dich bald in der Welt von LUMAS zu begrüßen.
DIGITALE VORSCHAU
SCAN DEN QR-CODE! (NUR FÜR IPHONE / Safari)
PREVIEW AN DEINER WAND
SCAN DEN QR-CODE! (NUR FÜR IPHONE / Safari)
90% unserer Kunden bestellen eine Kaschierung oder Rahmung für eine perfekte Galerie-Anmutung.
Vollständig abgesichert durch unsere Rückgabegarantie.
Fertig montiert – einfach auspacken und aufhängen.
Veredelt das Kunstwerk und lässt es noch eindrucksvoller wirken.
Ohne Kaschierung oder Rahmung fortfahren?
* Gerollte Drucke sind vom Widerruf ausgeschlossen und können nachträglich nicht mit unseren Rahmen versehen werden.