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Timo von Eickens künstlerisches Universum ist ein Unikat: Ein Ort, an dem nicht Regeln, sondern die Fantasie das herrschende Prinzip ist. Mit seiner feinen Beobachtungsgabe und seinem Sinn für das Außergewöhnliche, das sich im…
Timo von Eicken verbindet Alltagsbeobachtung und Traumlogik zu dichten Erzählbildern in Öl und Acryl. Zwischen Retro-Ästhetik der 1950er/60er Jahre und surrealer Übersteigerung verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart, Figuration und Abstraktion. Hunde tragen Tubenkragen, Matadore messen sich mit Rennwagen – das Gewöhnliche kippt ins Fantastische. Seine Wurzeln in Street Art und Grafikdesign zeigen sich in entschiedenen Linien, amorphen Einschüben und subtilen Irritationen. Jede Leinwand bleibt bewusst offen: künstlerische Unschärfe als Einladung, ständig neue Details zu entdecken und Perspektiven zu verschieben.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Timo von Eickens künstlerisches Universum ist ein Unikat: Ein Ort, an dem nicht Regeln, sondern die Fantasie das herrschende Prinzip ist. Mit seiner feinen Beobachtungsgabe und seinem Sinn für das Außergewöhnliche, das sich im Gewöhnlichen verbirgt, schöpft der Familienvater und Künstler Inspiration aus beiden Welten. Eindrücke aus dem Alltag bis hin zu Traumsequenzen verwandelt er in Kunst: Eine Kunst, die geprägt ist von blitzartigen Einfällen und einer surrealen Stilistik, die das Vertraute mit dem Fantastischen kreuzt. Das Ergebnis: Verdichtete Erzählungen, die sich wie gedankliche Collagen und Sammelsurien des Kuriosen in Öl und Acryl auf der Leinwand realisieren. In ihnen verschmelzen in gedämpfter Retro-Ästhetik Vergangenheit und Gegenwart, Figuration und Abstraktion, Realität und Traumwelt.
Seine Fundgruben sind vielseitig, ob in den Straßen seiner Heimatstadt Hamburg oder in Zeitschriften und Magazinen der 50er und 60er Jahre – doch am Ende findet nicht er seine Inspiration; sie findet ihn: Es ist ein Prozess der Neugierde und des Perspektivwechsels, der ihm Türen zu verborgenen Welten öffnet. Eine Offenheit, die auch der Schlüssel zu seinen Werken ist: Sie zeichnen sich durch eine künstlerische Unschärfe aus, die gezielt Interpretationsräume schafft, die Vorstellungskraft anregt und dafür sorgt, dass jede Betrachtung zur Entdeckung wird – zu einem Prozess, der niemals abgeschlossen ist. Bei jedem Blick werden neue Details enthüllt, neue Sichtweisen provoziert.
Das Herausfordern gewohnter Perspektiven in Kombination mit amorphen Elementen mutet wie ein Überbleibsel aus der Street Art an, in der die Wurzeln des Künstlers liegen. Nach seinem Grafikdesign-Studium arbeitete Timo von Eicken als freier Illustrator, bevor er sich 2008 ganz der Kunst zuwandte. Eine Entscheidung, aus der sich seine unverkennbare gestalterische Handschrift entwickelte.
In seiner Malerei scheint die Zeit stillzustehen, während die visuelle Erzählung lebendig und dynamisch ihren Lauf nimmt: Mit einer subtilen Farbpalette entführt er den Betrachter in eine oft nostalgisch angehauchte Zeit, bis hin zu surrealistischen Paralleldimensionen: Der Schutzkragen des Hundes am Bildrand, der einer Tuba plötzlich zum Verwechseln ähnlich sieht. Der Matador, der es mit einem Rennwagen aufnimmt, dessen Geschwindigkeit fast messbar scheint: Es entsteht eine elektrisierende Spannung zwischen harmonischer Form, Irritation und fließender Unbestimmtheit. Timo von Eicken lässt uns die Welt durch die Augen eines Künstlers betrachten und verschiebt so die Grenzen des Vorstellbaren: Eine Einladung, sich von der Fantasie treiben zu lassen und die Augen offen zu halten nach dem Außergewöhnlichen.
Ausstellungen
Einzelausstellungen
2006
He came back in Pieces // Vicious Gallery, Hamburg
2009
A skate for run! // Vicious Gallery, Hamburg
2010
Party in the Cemetry, dancing with a ghost // Erste Liebe, Hamburg
2011
Construction Kids // Bau, Hamburg
2012
From Behind // Vicious Gallery, Hamburg
2014
Ixypsilon // Affenfaust Galerie, Hamburg; Frontal // Erste Liebe, Hamburg
2015
Run forrest run // Erste Liebe, Hamburg
2015
Nonski // Galerie Gudberg Nerger, Hamburg
2017
On/Off // Galerie Gudberg Nerger, Hamburg
2019
Galerie Kristine Hamann, Wismar
Gruppenausstellungen
2007
Hands on Jan Delay // Vicious Gallery, Hamburg; Six-fingers vs Vicious // Vicious Gallery, Hamburg
2009
Stairway Art Event // Stilwerg, Hamburg
2010
Serigraph V10 // Vicious Gallery, Hamburg; Turmkunst // Berlin; Sit Sit down. 8 Artist Chairs // Stilwerk, Hamburg
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